Stories von Originalen, wie dem Singhäuser Ludwig, Baptist Lunz oder der Schönemann Resa sind darin zu finden, kurze Begebenheiten aus Kriegs- und Friedenszeiten, von Kommunbrauern, Pfarrherrn und Handwerksmeistern geben ein abwechslungsreiches Kaleidoskop der letzten 200 Jahre.

Kein Wunder, daß die erste Auflage der Eschenbacher G`schichten, die auch gerne verschenkt wurden, bald ausverkauft war.

Jetzt hat der Heimatverein eine zweite Auflage von „Plempl, Bist und Bockl“ vorgestellt, diesmal als Paperback in ansonsten gleicher Aufmachung zum reduzierten Preis von € 9,90. Auch vom 2. Band der Erzählungen namens „Boder, Knast und Donnerhall“ in gebundener Form (€ 14,90) sind noch Exemplare  vorhanden. Beide Bücher können  in der Stadt-Apotheke und in der Buchhandlung Bodner Pressath oder per E-Mail-Bestellung vom Heimatverein direkt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (kostenlose Zustellung oder Versand) erworben werden.

Als Kostprobe aus dem Buch „Plempl, Bist und Bockl“ seien zwei kurze Geschichten über Gottfrieb Böllath (1914-1980), den Angestellten der Stadtgemeinde und passionierten Kunstmaler, zitiert.

Knochenbrecher

Einmal ging der Gottfried mit der Spindler (Tietz) Anni im Winter den Eschenbacher Stadtberg herunter. Sie redeten über dies und jenes und achteten nicht auf die winterlichen Tücken des Marktplatzes.

Plötzlich rutschten beide aus und knallten zu Boden, wobei es sich so fügte, daß der Gottfried auf die Anni fiel. Für ihn endete der Sturz glimpflich, da er gut abgefedert wurde, während die  Anni laut aufschrie und ihr Bein festhielt, denn es war gebrochen.

Als sich der Künstler wieder aufgerappelt hatte, bemerkte er trocken: „Andere Männer brechen den Frauen die Herzen. Ich brech` ihnen das Bein.“

Seiner Zeit voraus

Gottfried Böllath war ein starker Raucher. Er war es gewohnt, eine Zigaretten immer mit Streichhölzern anzuzünden, die er anschließend wegwarf.

Nachdem er oft kein Streichholz parat hatte, wenn sein Laster wieder von ihm Besitz ergriff, kaufte er sich eines Tages ein Feuerzeug.

Als er die erste Zigarette damit angezündet hatte, warf er das Feuerzeug nach alter Gewohnheit ebenfalls weg.

Der Gottfried war seiner Zeit offensichtlich weit voraus. Er kann somit als Erfinder des Wegwerffeuerzeugs betrachtet  werden.