Im Januar 2022 konnte die Eschenbacher Malerin Füsun Püschl-Canay ihren 80. Geburtstag feiern. Das nimmt der Heimatverein Eschenbach zum Anlass in einer Rückschau betitelt „Mein Leben lang hab ich gemalt“ auf ihr künstlerisches Lebenswerk hinzuweisen. Von 24. März bis 15. Mai werden in der Ausstellung im Museum „Beim Taubnschuster“ vor allen Dingen Ölbilder und Zeichnungen, aber auch graphische Werke und keramische Arbeiten gezeigt.

Der Heimatverein hat seit 44 Jahren die künstlerische Entwicklung der akademischen Malerin begleitet. 1978 nahm sie erstmals an der Gemeinschaftsausstellung „Eschenbacher machen schöne Sachen“ im katholischen Pfarrheim teil. Es folgten eine Reihe von Einzelausstellungen, etwa im Sitzungssaal des ehemaligen Landratsamtes und mehrere Ausstellungen im Taubnschusterhaus.

Die in Istanbul geborene Tochter eines türkischen Regierungsbeamten studierte nach dem Abitur zunächst an der literarischen Fakultät der Universität Istanbul. Danach ging sie für fünf Jahre an die dortige Akademie der bildenden Künste von 1965-1970 und erwarb ein Diplom  in der Malerei. Durch ein Auslandsstipendium kam sie nach Deutschland und schloß von 1972-1976 an der Akademie  in Nürnberg ein Studium der Freien Malerei und Grafik an, das sie als Meisterschülerin bei Professor Clemens Fischer beendete.Bilder

Füsun Püschl-Canay ist eine feste Größe in der oberpfälzer Kunstszene. Nach ihrer Heirat mit einem Eschenbacher  lebt sie als freischaffende Malerin und Grafikerin seit 1978 in Eschenbach. Über Jahrzehnte hat sie als Dozentin der VHS vielen Hobbymalerinnen und -malern ein solides Rüstzeug für ihre Freizeitmalerei mitgegeben.

In der Ausstellung im Eschenbacher Museum zeigt sie u.a.  Portraits aus ihrer Zeit in Istanbul, Nürnberg und Eschenbach, Stadtansichten und Interieurs. Bereits an der Akademie in Istanbul hatte sie zwei renommierte Portraitwettbewerbe gewonnen und ihr besonderes Einfühlungsvermögen für Menschen ihrer Umgebung gezeigt. Bisher wenig bekannt sind Karikaturen ihrer Landsleute aus ihrer Feder. In ihren Bildern reflektiert sie ihre persönliche Situation, übersetzt Stimmungen und Empfindungen in ihre ganz eigene Malsprache.

Nach der offiziellen Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag um 19.00 Uhr im Museum Beim Taubnschuster, werden ihre Bilder an den folgenden Sonntagen jeweils von 14- 17 Uhr zu sehen sein.