Ausstellung „Eschenbach vor 100 Jahren“

Leben auf dem Land – Die 20er Jahre

Das Jahrzehnt der Weimarer Republik war auch für die kleine Stadt Eschenbach in der.Oberpfalz eine Zeit tiefgreifender Umwälzungen. Nach den schrecklichen Kriegsjahren begann sich das alltägliche Leben zu verändern.

Politische Parteien hielten Versammlungen ab und bestimmten die Politik, Menschen ohne „Bürgerrecht“ konnten für den Stadtrat kandidieren, Frauen gingen gleichberechtigt zur Wahl.

Leute  von gestern, die mit der neuen Demokratie nichts anfangen konnten, agitierten auf eine gänzlich andere Art.

Nach der chaotischen Hyperinflation 1923, brachte die neue Rentenmark für Jahre einen Aufschwung. Am Stadtberg wurden motorisierte Fahrzeuge gesichtet, es gab Tankstellen, ein Kaufhaus und weitere Fachgeschäfte. Kunst und Kultur wurden wichtiger.

Frauen und Männer, die es sich leisten konnten trugen modische Kleidung. Der Bubikopf war

noch umstritten, aber bei jungen Frauen beliebt als Zeichen einer neuen Freiheit.

Männer gingen zum Turnen oder spielten Fussball, es gab zum ersten Mal in der Geschichte ein Recht auf Urlaub. Am Rußweiher entstand ein neues Freibad.

Die Mehrheit war  noch katholisch geprägt, aber die Kirche verlor immer mehr Einfluss. Neue Demagogen sollten ihr bald den Rang ablaufen. In der Schule herrschte noch der alte Drill.

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