Barackenleben 

Neue Ausstellung im Museum Beim Taubnschuster

Reichsarbeitsdienst & Flüchtlingslager Eschenbach

Der Heimatverein Eschenbach veranstaltet von 16. April bis 25. Oktober 2026 in seinem Museum Beim Taubnschuster eine  Sonderausstellung über die NS- und Nachkriegszeit in der Rußweiherstadt.

Soldaten der Arbeit

An der Pressather Straße, etwa ein Kilometer östlich der Stadt Eschenbach, wurde 1935 ein „Arbeitsdienstlager“ eingerichtet. Die Anlage wurde zunächst aus Holzbaracken in Leichtbauweise als Männerlager konzipiert.

Die ca. 200„Arbeitsmänner“ setzte man sechs Monate in harter körperlicher Arbeit hauptsächlich für Kultivierungs-, Entwässerungsaufgaben und den Brückenbau in der näheren Umgebung ein. Ideologische Schulung, Uniformzwang und kaum persönliche Rückzugsmöglichkeiten kennzeichneten den militärähnlichen Dienst.

Nach Beginn des 2. Weltkrieges wurde der Arbeitsdienst immer mehr zu kriegswichtigen Baumaßnahmen im Umfeld der kämpfenden Truppe herangezogen. Das Männerlager Eschenbach wurde deshalb im Herbst 1939 geschlossen und bis 1942 als Lager für den weiblichen Arbeitsdienst genutzt.

Für 1943 ist auch eine Verwendung als „Wehrertüchtigungslager“ dokumentiert. Dort wurden Schüler zwangsweise von Parteiaktivisten und SS-Männern im Sinne der NS-Ideologie in den Ferien indoktriniert und einer vormilitärischen „Erziehung“ unterzogen.

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